Waschtische

Ein Waschtisch Holz besteht aus mehreren Teilen, die selten zusammen gekauft werden, und genau dort entstehen die Fehler. Im Oakberry Shop findest du dafür einen frei konfigurierbaren Waschtisch aus Eiche vom Partnershop Meine Tischplatte, bei dem du Maße, Stärke und Kantenform selbst festlegst. Die passenden Platten einzeln stehen in einer eigenen Kategorie. Welche Beckenart auf Holz funktioniert, welche Höhe im Alltag stimmt und was die Armatur an Vorarbeit verlangt, steht unten. Dort findest du auch, was eine Konsole von der Wand verlangt.

Wandhängender Waschtisch aus massiver Eiche mit zwei Aufsatzwaschbecken vor salbeigrünen Fliesen
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Woraus ein Waschtisch tatsächlich besteht

Ein Waschtisch setzt sich aus vier Teilen zusammen, die aus verschiedenen Quellen kommen. Die Platte trägt alles und bestimmt die Optik. Darunter sitzt ein Unterschrank oder eine Konsole aus Metall. Das Becken steht oben auf oder wird eingelassen, und die Armatur kommt entweder aus der Wand oder aus einer Bohrung in der Platte.

Diese Teile werden in den seltensten Fällen gemeinsam geliefert, und deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge der Entscheidungen festzulegen. Beginne beim Becken, denn seine Form bestimmt, welche Plattentiefe du brauchst und ob ein Ausschnitt nötig wird. Diese eine Entscheidung legt den größten Teil der übrigen fest. Danach kommen Platte und Unterbau, zuletzt die Armatur.

Wer diese Reihenfolge umdreht, steht am Ende mit einer Platte da, die zum gewünschten Becken nicht passt. Bei einer Maßanfertigung wie der in dieser Kategorie lässt sich das vermeiden, weil du die Platte erst nach der Beckenentscheidung bestellst.

Aufsatzbecken oder eingelassenes Becken

Ein Aufsatzbecken steht vollständig auf der Platte und braucht nur eine Bohrung für den Ablauf. Für Holz ist das die unproblematische Lösung, weil die Schnittfläche klein bleibt und sich einfach versiegeln lässt. Die Dichtung sitzt am Ablauf und nicht an einer langen Kante.

Ein eingelassenes Becken verlangt einen großen Ausschnitt, und dessen Kante ist die empfindlichste Stelle der ganzen Platte. Dort trifft Wasser auf die Stirnseite des Holzes, also auf die Schnittfläche quer zur Faser, und genau dort saugt Holz Feuchtigkeit am schnellsten auf. Eine mehrfach versiegelte Kante und eine saubere Silikonfuge sind dann Pflicht.

Für Holzwaschtische empfehlen wir deshalb das Aufsatzbecken. Es lässt dem Holz die ungestörte Fläche, zeigt die Maserung auf ganzer Breite und bleibt bei einem Spritzer unempfindlich. Wer unbedingt ein eingelassenes Becken möchte, sollte die Platte vom Hersteller mit Ausschnitt und versiegelter Kante bestellen und nicht selbst sägen.

Ein dritter Weg ist das halb eingelassene Becken, das in einer flachen Vertiefung sitzt. Diese Fräsung braucht genaue Arbeit, deshalb empfehlen wir sie nur bei einer Maßanfertigung, bei der die Platte ohnehin in der Werkstatt bearbeitet wird.

Beim Unterbau hast du die Wahl zwischen einem Schrank auf dem Boden und einer Konsole an der Wand. Ein Unterschrank trägt die Last selbst und verlangt von der Wand nichts. Eine Konsole aus Metall lässt den Boden frei, was den Raum größer wirken lässt und das Wischen erleichtert, überträgt dafür aber das gesamte Gewicht in die Wand. Bei einer massiven Wand ist das unkritisch. In einer Ständerwand aus Gipskarton brauchst du eine Traverse oder eine Montageplatte hinter der Beplankung, und die muss beim Bau der Wand eingeplant werden.

Welche Höhe und welche Tiefe stimmen

Die bequeme Höhe für den Beckenrand liegt zwischen fünfundachtzig und neunzig Zentimetern über dem Boden. Diese Zahl gilt für den Rand, nicht für die Platte, und das ist der Punkt, an dem beim Selbstbau am häufigsten etwas schiefgeht.

Rechne rückwärts. Bei einem Aufsatzbecken mit zwölf Zentimetern Höhe und einer Platte mit vier Zentimetern Stärke sitzt die Unterkante der Platte bei einer gewünschten Beckenhöhe von neunzig Zentimetern auf siebzig Zentimetern über dem Boden. Genau auf dieser Höhe muss der Unterschrank enden oder die Konsole sitzen.

Bei großen Menschen darf es etwas höher werden, in einem Gästebad, das auch Kinder nutzen, eher niedriger. Ein Unterschied von fünf Zentimetern ist beim täglichen Zähneputzen deutlich spürbar, und nachträglich ändern lässt sich die Höhe nur mit dem Ausbau des Unterbaus.

Für die Tiefe reichen fünfundvierzig bis fünfzig Zentimeter, damit ein normales Becken Platz findet und vorn ein Rand zum Abstellen bleibt. In einem schmalen Gästebad funktionieren auch vierzig Zentimeter, dann sollte das Becken aber ein schmales Modell sein und die Armatur aus der Wand kommen.

Armatur aus der Wand oder aus der Platte

Zwischen Beckenrand und Plattenkante sollten mindestens fünf Zentimeter Holz stehen bleiben. Dieser Rand fängt Spritzer ab und gibt der Platte vorn genug Material, damit sie beim Abstützen nicht nachgibt. Bei sehr schmalen Platten unter vierzig Zentimetern Tiefe wird dieser Abstand eng, und dann steht das Becken so weit vorn, dass Wasser regelmäßig über die Kante läuft. Miss den Außendurchmesser deines Wunschbeckens deshalb nach, bevor du die Plattentiefe festlegst.

Eine Wandarmatur hält das Holz frei. Es gibt keine Bohrung, kein stehendes Wasser am Armaturenfuß und keine Stelle, an der sich Kalk im Übergang zwischen Metall und Holz sammelt. Diese Lösung verlangt allerdings, dass die Anschlüsse in der Wand sitzen, und das lässt sich nachträglich nur mit Stemmarbeiten ändern.

Eine Armatur in der Platte braucht eine Bohrung von meist fünfunddreißig Millimetern. Diese Bohrung ist eine Schnittfläche quer zur Faser und damit dieselbe empfindliche Stelle wie beim eingelassenen Becken. Sie muss rundum versiegelt werden, auch an der Unterseite, wo niemand hinsieht.

Am Armaturenfuß sammelt sich bei täglicher Nutzung Wasser. Wisch diese Stelle regelmäßig trocken, denn dort entsteht der erste dunkle Rand, wenn die Versiegelung nachlässt. Eine Armatur mit hohem Auslauf verringert das Problem, weil weniger Wasser zurück auf die Platte spritzt.

Was Holz im Badezimmer braucht

Eiche gehört zu den feuchtebeständigsten heimischen Hölzern und hält die Bedingungen in einem normal genutzten Bad ohne Weiteres aus. Entscheidend ist, wie schnell die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen wieder sinkt. Ein Fenster oder eine funktionierende Lüftung sind deshalb die Voraussetzung für einen Holzwaschtisch.

Zwischen Platte und Wand gehört eine Silikonfuge, und zwar mit einem Abstand von wenigen Millimetern. Das Holz arbeitet, eine starr verfugte Platte reißt die Fuge im Lauf des Jahres auf. Dasselbe gilt für den Übergang zwischen Platte und Unterschrank, wenn beide aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Im Alltag reicht ein weiches Tuch nach dem Waschen. Stehendes Wasser auf der Platte hinterlässt nach Stunden einen dunklen Rand, der sich nur durch Anschleifen entfernen lässt. Reiniger mit Zitronensäure oder Essig greifen die geölte Oberfläche an und gehören nicht an den Waschtisch.

Alles zu Plattenmaßen, Holzarten und zur Montage an der Wand steht bei den Waschtischplatten. Platten mit lebendiger Kante für den Waschtisch findest du bei den Tischplatten mit Baumkante. Passende Ablagen im Bad stehen bei den Massivholz Regalen, und ein Sitzmöbel für das Bad findest du bei den Massivholz Hockern.

Häufige Fragen zum Waschtisch aus Holz

Welche Höhe sollte ein Waschtisch haben?

Der Beckenrand sollte zwischen fünfundachtzig und neunzig Zentimetern liegen. Rechne von dort rückwärts: Beckenhöhe und Plattenstärke abziehen ergibt die Höhe, auf der Unterschrank oder Konsole enden müssen.

Aufsatzbecken oder eingelassenes Becken auf Holz?

Das Aufsatzbecken ist für Holz die sichere Wahl, weil nur eine kleine Bohrung für den Ablauf nötig ist. Ein eingelassenes Becken verlangt einen großen Ausschnitt, dessen Kante besonders versiegelt werden muss.

Verträgt Eiche die Feuchtigkeit im Bad?

Ja, Eiche zählt zu den feuchtebeständigsten heimischen Hölzern. Voraussetzung ist ein Fenster oder eine funktionierende Lüftung, damit die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen wieder sinkt.

Wie groß muss die Bohrung für die Armatur sein?

Meist fünfunddreißig Millimeter, die genaue Angabe steht beim Armaturenhersteller. Die Bohrung muss rundum versiegelt werden, auch an der Unterseite, weil dort eine Schnittfläche quer zur Faser liegt.

Welche Tiefe braucht die Platte?

Fünfundvierzig bis fünfzig Zentimeter, damit ein normales Becken Platz hat und vorn ein Rand zum Abstellen bleibt. Vierzig Zentimeter funktionieren im Gästebad mit schmalem Becken und Wandarmatur.

Wie pflege ich die Platte im Alltag?

Nach dem Waschen mit einem weichen Tuch trockenwischen. Stehendes Wasser hinterlässt nach Stunden dunkle Ränder. Reiniger mit Zitronensäure oder Essig greifen die geölte Oberfläche an und bleiben besser weg.