Tischplatten mit Baumkante

Eine Tischplatte Baumkante bringt eine Kante mit, die nie gerade verläuft, und genau deshalb stimmt bei ihr das Nutzmaß nicht mit dem Katalogmaß überein. Im Oakberry Shop stehen rund vierzig Platten vom Partnershop Meine Tischplatte, überwiegend aus Eiche, einige aus Wildeiche und eine aus Esche, alle geölt. Die Formate reichen von 100 mal 45 Zentimetern bis 220 mal 100 Zentimetern, die Stärke liegt meist bei vier Zentimetern. Was einseitig und beidseitig im Alltag unterscheidet und worauf du bei der Kante achten solltest, steht unten.

Tischplatte aus massiver Eiche mit geschwungener Baumkante und Rindenresten auf hellen Holzdielen
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Einseitig oder beidseitig, und wo die Platte danach steht

Etwa die Hälfte der Platten im Sortiment hat die Baumkante auf beiden Längsseiten, bei der anderen Hälfte läuft nur eine Seite natürlich und die zweite ist gerade geschnitten. Diese Entscheidung hängt weniger am Geschmack als am Standort des späteren Möbels.

Eine beidseitige Baumkante zeigt ihre Wirkung nur, wenn der Tisch frei im Raum steht und beide Längsseiten sichtbar bleiben. Für einen Esstisch in der Raummitte ist das die richtige Wahl. Steht die Platte dagegen an der Wand, verschwindet eine der beiden Kanten, und du bezahlst eine Fläche, die niemand sieht.

Einseitig geschnittene Platten sind deshalb bei Waschtischen und Schreibtischen die häufigere Lösung. Die gerade Seite liegt an der Wand, die lebendige Kante zeigt in den Raum. Bei einem Waschtisch kommt ein praktischer Punkt dazu, denn eine gerade Rückkante schließt sauber mit Silikon an die Wand an, eine unregelmäßige Kante nicht.

Warum das Nutzmaß kleiner ist als die Maßangabe

Bei einer Platte mit Baumkante gibt das Maß die größte Stelle an. Die schmalste Stelle liegt je nach Stamm mehrere Zentimeter darunter, und bei einer Platte mit beidseitiger Kante summiert sich das. Eine Platte im Sortiment ist mit 220 mal 84 bis 96 Zentimetern angegeben, die Breite schwankt dort also um zwölf Zentimeter über die Länge.

Für den Esstisch rechnest du deshalb mit dem kleinsten Wert. Ein Gedeck braucht sechzig Zentimeter Breite, und wenn die Platte an der schmalsten Stelle nur vierundachtzig Zentimeter misst, sitzen sich zwei Personen dort enger gegenüber als am breiten Ende. Bei einem Waschtisch gilt dasselbe für die Tiefe, weil das Becken eine Mindestauflagefläche braucht.

Lies das kleinste Maß deshalb aus der Produktangabe ab, bevor du bestellst. Steht dort nur ein Wert, frag beim Anbieter nach, wie stark die Kante schwankt. Bei maßgefertigten Platten lässt sich diese Frage vor dem Zuschnitt klären.

Splintholz, Rinde und was von der Kante übrig bleibt

Die Rinde wird bei allen Platten im Sortiment entfernt, und das hat zwei Gründe. Sie löst sich über die Jahre ohnehin ab, und in der Schicht zwischen Rinde und Holz sitzen bei frischem Material häufig Insektenlarven. Was bleibt, ist die geschwungene Außenform des Stammes mit der hellen Splintzone.

Splintholz ist der äußere, jüngere Bereich des Stammes. Es fällt heller aus als das Kernholz und ist weicher, deshalb zeichnet sich an der Kante im Lauf der Jahre eher eine Druckstelle ab als in der Mitte der Platte. Für die Statik spielt das keine Rolle, weil die Kante keine tragende Funktion hat. Wer eine durchgehend gleichmäßige Farbe möchte, sollte auf Platten mit schmalem Splintanteil achten.

Reinigen lässt sich eine Baumkante am einfachsten mit einem trockenen Pinsel, weil sich Staub in den Vertiefungen festsetzt und ein Lappen darüber hinweggeht. Beim Nachölen arbeitest du die Kante mit, sonst wird sie mit der Zeit grau und hebt sich farblich von der Fläche ab.

In der Splintzone finden sich gelegentlich feine Gänge, die aussehen wie Bohrlöcher. Sie stammen von Larven, die im lebenden oder frisch geschlagenen Baum gefressen haben, und sie sind bei technisch getrocknetem Holz leer. Die Trocknung läuft bei Temperaturen, die kein Insekt übersteht, deshalb ist ein solcher Gang eine Spur aus der Vergangenheit des Stammes. Lass dir bei Zweifeln bestätigen, dass die Platte technisch getrocknet wurde, und sieh dir an, ob feines Bohrmehl aus einem Loch rieselt. Das wäre das einzige Zeichen für etwas Lebendiges.

Schwarz verfüllte Risse und Astlöcher

Viele Platten im Sortiment tragen schwarz ausgefüllte Risse und Astlöcher. Diese Füllung besteht aus Harz oder einer Masse aus Holzstaub und Bindemittel, sie wird eingebracht, solange der Riss offen ist, und danach plan geschliffen. Das Ergebnis ist eine geschlossene Oberfläche, auf der nichts hängen bleibt.

Die schwarze Farbe ist eine Gestaltungsentscheidung und hat sich bei rustikaler Eiche durchgesetzt, weil sie die Zeichnung des Holzes betont. Eine transparent verfüllte Stelle fällt weniger auf, zeigt aber nach Jahren leichte Verfärbungen. Wer eine ruhige Fläche möchte, sollte auf Platten mit wenigen Füllungen achten.

Prüf die Füllungen nach der Lieferung mit dem Finger. Sie sollten auf einer Ebene mit der Fläche liegen. Eine eingesunkene Stelle sammelt Flüssigkeit, und das ist genau dort kritisch, wo gegessen oder Wasser verspritzt wird.

Welche Stärke zu welcher Auflage passt

Vier Zentimeter sind im Sortiment die häufigste Stärke und für fast jeden Einsatz die richtige Wahl. Bei dieser Dicke trägt eine Eichenplatte auch über zwei Meter Länge, ohne sich sichtbar durchzubiegen, solange das Gestell die Platte in den äußeren Vierteln unterstützt.

Dünnere Platten mit drei Zentimetern gibt es vor allem im Waschtischbereich. Dort ist die Spannweite kurz, weil die Platte auf einem Unterschrank oder auf Konsolen aufliegt, und das geringere Gewicht erleichtert die Wandmontage erheblich. Fünf Zentimeter wiederum sind die Wahl für große Esstische und für Platten, bei denen die Kante als massiver Block wirken soll.

Diese drei Punkte bestimmen, ob eine Platte dauerhaft gerade bleibt:

  • Der Abstand der Auflagepunkte zählt mehr als die Gesamtlänge, denn eine Platte mit zwei Metern Länge und einem mittigen Fuß trägt besser als eine kürzere mit weit außen stehenden Beinen.
  • Die Befestigung muss dem Holz Bewegung erlauben, deshalb gehören Langlöcher oder Nutensteine zwischen Platte und Gestell und keine starr durchgeschraubten Winkel.
  • Beide Seiten der Platte brauchen dieselbe Behandlung, weil eine nur oben geölte Platte unterschiedlich Feuchtigkeit aufnimmt und sich dadurch wölbt.

Passende Untergestelle und die allgemeinen Unterschiede zwischen den Holzarten findest du bei den Tischplatten. Platten mit kräftiger Astzeichnung stehen bei den rustikalen Tischplatten, durchgehende Bohlen mit zwei lebendigen Kanten bei den Baumscheiben Tischplatten. Für das Bad lohnt der Blick auf die Waschtischplatten.

Wer eine zweite Platte für die Fensterbank, eine Ablage oder eine Sitzbank im selben Holz plant, bestellt sie am besten gleich mit. Platten aus einer Lieferung stammen häufig aus demselben Stammabschnitt und passen in Farbe und Zeichnung zusammen. Eine Nachbestellung Monate später kann deutlich heller oder dunkler ausfallen, und bei Eiche verschiebt sich der Ton zusätzlich durch das Nachdunkeln der älteren Platte.

Häufige Fragen zu Tischplatten mit Baumkante

Ist bei einer Baumkante noch Rinde dran?

Nein, die Rinde wird entfernt. Sie löst sich über die Jahre ohnehin ab, und darunter sitzen bei frischem Holz oft Insektenlarven. Sichtbar bleibt die geschwungene Stammform mit der helleren Splintzone.

Warum schwankt die Breite der Platte?

Weil die Kante dem gewachsenen Stamm folgt. Die Maßangabe nennt die breiteste Stelle. Bei beidseitiger Baumkante kann die schmalste Stelle zehn Zentimeter darunter liegen, deshalb immer mit dem kleinsten Wert planen.

Einseitige oder beidseitige Baumkante, was ist besser?

Beidseitig lohnt nur, wenn der Tisch frei im Raum steht. An der Wand bleibt eine Kante unsichtbar. Für Waschtische und Schreibtische an der Wand ist die einseitige Variante die sinnvollere Wahl.

Was ist in den schwarzen Stellen im Holz?

Harz oder eine Masse aus Holzstaub und Bindemittel, eingebracht in Risse und Astlöcher und danach plan geschliffen. Die Füllung schließt die Oberfläche, damit sich dort nichts festsetzt.

Welche Plattenstärke brauche ich für einen Esstisch?

Vier Zentimeter reichen für Längen bis gut zwei Meter, wenn das Gestell in den äußeren Vierteln unterstützt. Fünf Zentimeter wählst du für sehr große Platten oder wenn die Kante massiver wirken soll.

Wie reinige ich eine Baumkante?

Mit einem trockenen Pinsel, weil sich Staub in den Vertiefungen hält und ein Lappen darüber hinweggeht. Beim Nachölen die Kante mitbehandeln, sonst vergraut sie und setzt sich farblich von der Fläche ab.