Nachttische
Ein Nachttisch aus Massivholz steht dreißig Zentimeter neben deinem Kopf und wird jeden Abend und jeden Morgen angefasst, weshalb sich die Materialwahl hier schneller bemerkbar macht als bei jedem anderen Möbelstück im Schlafzimmer. Im Oakberry Shop stehen Modelle aus den Werkstätten von ekomia, YAK holzraum sowie Bally und Bally, gefertigt in Eiche, Wildeiche, Buche, Nussbaum, Kiefer und Zirbe. Die Spanne reicht von der schmalen Ablage bis zum Modell mit Schublade und geschlossenem Fach. Wer die richtige Höhe sucht, findet unten die Faustregel dazu.

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Die richtige Höhe ist die einzige Zahl, die wirklich zählt
Ein Nachttisch sitzt richtig, wenn die Ablagefläche ungefähr auf Höhe der Matratzenoberkante liegt, mit einer Toleranz von etwa fünf Zentimetern nach oben oder unten. Klingt banal, entscheidet aber darüber, ob du das Glas Wasser im Dunkeln findest oder es umwirfst. Liegt die Fläche zu tief, tastest du daneben. Liegt sie zu hoch, stößt du beim Aufstehen mit dem Ellenbogen dagegen.
Weil Matratzen unterschiedlich hoch bauen, ergibt sich die passende Höhe erst aus einer kleinen Rechnung. Miss vom Boden bis zur Oberkante deiner Matratze, und zwar im belegten Zustand mit Topper, falls einer drauf liegt. Bei den meisten Betten landest du zwischen fünfzig und sechzig Zentimetern, und in diesem Bereich sollte auch der Nachttisch liegen. Bei einem niedrigen Bettrahmen mit dünner Matratze kann es deutlich weniger sein, und dann ist ein hoher Nachttisch schlicht falsch, egal wie gut er aussieht.
Zwei weitere Maße lohnen einen kurzen Blick, bevor du bestellst. Die Breite liegt bei den meisten Modellen zwischen vierzig und fünfundvierzig Zentimetern, was in einem schmalen Schlafzimmer den Unterschied macht, wenn zwischen Bett und Wand nur fünfzig Zentimeter frei sind. Und der Abstand zum Bett sollte fünf bis zehn Zentimeter betragen, weil du sonst beim Beziehen der Bettwäsche jedes Mal den Nachttisch verschiebst.
Offene Ablage oder Schublade, und wofür du dich entscheidest
Die Bauformen im Sortiment unterscheiden sich vor allem darin, ob der Nachttisch Dinge zeigt oder versteckt, und das ist eine Frage der Person und nicht der Einrichtung. Das Modell Wega gibt es als schlichte Variante und als Wega Plus mit zusätzlichem Fach, und zwischen beiden liegen rund zweihundert Euro. Wer abends Buch, Brille und Handy ablegt und morgens alles wieder mitnimmt, braucht die Plus-Variante nicht. Wer dagegen Medikamente, Ohrstöpsel und Ladekabel dauerhaft unterbringen will, kauft mit der offenen Ablage ein Chaos, das jeden Tag sichtbar ist.
Ein Punkt, den Fotos nie zeigen: Offene Ablagen stauben deutlich schneller ein, besonders unter dem Bettniveau, wo kaum jemand wischt. Das ist kein Argument gegen die Bauform, aber ein Argument für eine glatte, geölte Fläche statt einer gefrästen Kante, weil sich glatt eben schneller abwischen lässt.
Diese drei Fragen führen meist zur richtigen Bauform:
- Räumst du den Nachttisch morgens ab? Wenn ja, reicht die offene Ablage, und du sparst Geld und Volumen.
- Steht Technik darauf, also Ladegerät, Wecker oder Lampe? Dann brauchst du hinten Platz für Kabel und besser eine Fläche ohne Rand.
- Soll der Nachttisch später als Beistelltisch weiterleben? Dann nimm ein Modell ohne Schublade, weil es in jedem anderen Raum unauffälliger ist.
Was auf dem Nachttisch steht, bestimmt übrigens die nötige Tiefe, und da unterschätzen sich viele. Eine Leselampe mit Fuß braucht rund fünfzehn Zentimeter allein für sich, dazu kommt das Buch, und schon ist eine schmale Ablage voll. Wer abends liest, sollte deshalb auf mindestens dreißig Zentimeter Ablagetiefe achten, sonst steht die Lampe halb über der Kante. Ein zweiter Punkt betrifft die Kabel. Handy, Wecker und Lampe bringen zusammen schnell drei Stecker mit, und wenn der Nachttisch hinten geschlossen ist, läuft das Kabel sichtbar über die Ablage nach unten. Modelle mit offener Rückseite lösen das beiläufig, ohne dass es im Datenblatt als Merkmal steht.
Warum die Preisspanne von fünfzig bis über vierhundert Euro reicht
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Nachttisch im Sortiment liegt ungefähr der Faktor acht, und das erklärt sich über drei Dinge: Holzmenge, Holzart und Bauaufwand. Ein schlichtes Modell mit dünnen Wangen braucht wenig Material, ein Nachttisch mit Korpus, Schublade und Rückwand ein Vielfaches davon. Kiefer ist deutlich günstiger als Eiche, Nussbaum und Zirbe liegen darüber.
Für die Kaufentscheidung heißt das etwas Unbequemes: Ein teurer Nachttisch aus Massivholz ist nicht automatisch der bessere, er ist oft einfach der größere. Wer eine reine Ablage sucht, bekommt sie in einfacher Ausführung für unter hundert Euro und muss dafür keinen Kompromiss eingehen. Wer allerdings ein Möbelstück will, das zum Bett gehört und nicht daneben steht, landet bei den aufwendigeren Modellen, und dort zahlst du für Verarbeitung und Holzmenge, nicht für den Namen.
Ein Nachttisch massiv gebaut hat dabei einen Vorteil, der erst nach Jahren sichtbar wird. Die Kante, an der du dich nachts abstützt, bleibt maßhaltig, während beschichtete Platten dort irgendwann aufplatzen. Genau an dieser Stelle sind fast alle günstigen Nachttische aus dem Möbelhaus gebaut, und deshalb sehen sie nach drei Jahren aus, wie sie aussehen.
Ein Wort noch zum Gewicht, weil es bei Nachttischen anders liegt als bei großen Möbeln. Ein leichter Nachttisch rutscht weg, sobald du dich beim Aufstehen darauf abstützt. Genau das passiert regelmäßig, auch wenn niemand es plant. Ein massiver Korpus steht von selbst still, ein leichter Rahmen aus dünnem Material wandert mit der Zeit vom Bett weg. Wer unsicher auf den Beinen ist oder nachts öfter aufsteht, sollte deshalb bewusst zur schwereren Variante greifen, und zwar unabhängig davon, wie sie aussieht.
Muss die Holzart zum Bett passen?
Nein, und das ist die entspannendste Nachricht dieser Seite. Ein Nachttisch in einer anderen Holzart als das Bett wirkt gewollt, solange der Unterschied deutlich ist und nicht knapp daneben liegt. Buche neben Eiche sieht aus wie ein Fehler, weil beide hell und ruhig sind. Nussbaum neben Eiche sieht dagegen aus wie eine Entscheidung, weil der Farbabstand groß genug ist.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm dieselbe Holzart wie beim Bett. Die passenden Modelle in Eiche, der mit Abstand häufigsten Holzart im Sortiment, stehen unter Nachttische Eiche. Das zugehörige Bett findest du bei den Massivholzbetten, und wenn du gleich das ganze Schlafzimmer planst, lohnt der Blick auf die Massivholz Kleiderschränke und die Massivholz Sideboards.
Zur Pflege braucht ein Nachttisch aus Holz wenig, aber an einer Stelle mehr Aufmerksamkeit als andere Möbel. Auf der Ablagefläche steht regelmäßig etwas Feuchtes, ein Glas, eine Tasse, eine Wasserflasche mit Kondenswasser. Ein Untersetzer löst das Problem, und wenn doch ein heller Ring entsteht, bekommst du ihn bei einer geölten Fläche mit feinem Schleifpapier und frischem Öl wieder weg. Wer abends liest, sollte zusätzlich darauf achten, dass die Ablagefläche eine Leuchte und ein Buch nebeneinander trägt, ohne dass etwas über die Kante ragt.
Häufige Fragen zu Nachttischen aus Massivholz
Wie hoch sollte ein Nachttisch sein?
Ungefähr auf Höhe der Matratzenoberkante, plus minus fünf Zentimeter. Miss vom Boden bis zur Oberkante deiner Matratze samt Topper, bei den meisten Betten liegt dieser Wert zwischen fünfzig und sechzig Zentimetern.
Welchen Abstand braucht der Nachttisch zum Bett?
Fünf bis zehn Zentimeter. Steht er direkt am Rahmen, verschiebst du ihn bei jedem Bettenmachen. Ist der Abstand größer, fällt regelmäßig etwas in die Lücke.
Offene Ablage oder Modell mit Fach?
Offene Ablage, wenn du morgens abräumst und nur Buch und Brille ablegst. Geschlossenes Fach, wenn Medikamente, Kabel und Kleinkram dauerhaft dort liegen, sonst hast du das Chaos jeden Tag im Blick.
Muss der Nachttisch zur Holzart des Bettes passen?
Nein. Entweder dieselbe Holzart oder ein deutlicher Kontrast wie Nussbaum neben Eiche. Knapp daneben, etwa Buche neben Eiche, wirkt dagegen wie ein Versehen.
Warum kosten manche Nachttische das Achtfache?
Wegen Holzmenge, Holzart und Bauaufwand. Ein Korpus mit Schublade und Rückwand braucht ein Vielfaches an Material gegenüber einer schlichten Ablage, und Eiche, Nussbaum und Zirbe liegen im Preis deutlich über Kiefer.
Wie bekomme ich einen Wasserrand wieder weg?
Bei einer geölten Fläche mit feinem Schleifpapier anschleifen und frisches Möbelöl auftragen, dann verschwindet der helle Ring. Bei lackierten Oberflächen funktioniert das nicht, dort bleibt er.
